MUSIK DER WOCHE

- WOCHENENDE –

Die Werktage waren eindeutig zu lang. Den Feierabend mit Musik und komischen Menschen im Fernsehen verbracht, gibt es hier wöchentlich einen kurzen Rückblick. Von Woche zu Woche werden die Ereignisse variieren, nur die Platte der Woche macht es sich auf Dauer gemütlich. Und da wir Tussis sind, könnte es hin und wieder auch wie eine „Lästerecke“ wirken.

Woche vom 12.05. – 18.05.2008

ALBEN DER WOCHE

Wie laaaangweiliiiiig! Ein Album der Woche (dieses Mal gibt es ausnahmsweise zwei) ist „Strom und Drang“ von Fettes Brot. Grund sind die Nachwehen und vor allem das Entwöhnen nach 1 1/2 Wochen Tourleben. Die Platte wurde diese Woche wieder das ein oder andere Mal durchgehört (Ausnahmen: „Bettina“, „Der beste Rapper…“ und „Das traurigste Mädchen…“ Jaha, das muss hier erwähnt werden). ABER auch nach geschätzten 2 Monaten „Album im Plattenregal“ immer noch nicht langweilig. Fazit: Wir wollen wieder auf Tour!

Ach, und wenn uns jemand eine Freude machen will; Du? Oder vielleicht der nette Typ von nebenan? Wir haben in einem Berliner Plattenladen einmal das Cover der Vinyl ausgebreitet – bitte schenkt uns eines (besser noch zwei). Die Platte an sich brauchen wir auch gar nicht. Feilscht was das Zeug hält! SOFORT!

Wir beginnen mit einem Zitat von Karin: „Der Name war mir doch schon seit Ewigkeiten ein Begriff, warum habe ich denn nicht eher geguckt, was sie so für Musik macht?“ Nach der Bette Frost Tour haben wir es auf alle Fälle getan und eines war uns sofort klar: Wir haben etwas verpasst! Auf der aktuellen Platte „Machinette“ paart sich swingender Soul mit Funk und eingängigen Dub-Popmelodien. Und während dieser eine Kritiker einer großen Musikzeitschrift Deutschlands der Meinung ist, Bernadette La Hengst würde zum 100. Mal kraftlose Parolen in ihre Texte einbauen, müsste ihm eigentlich gesagt werden, dass sich die Songs auf ihrer Platte mit aktuellen und akuten Problemen, Themen und Disputen auseinandersetzen. Persönlich empfinden wir ihr Lied- und vor allem Schriftgut nicht als Agitation, sondern eher als Stimulation der Fantasie. Bernadette zeigt mit dieser Platte sehrwohl Missstände auf, welche in wundervolle Geschichten verpackt werden (u. a. „Der grüne Halsbandsittich“ – Die Globalisierungsproblematik aus Sicht eines Vogels). Sie rebelliert gegen den Marktwert des Menschen und die stetig und allseits erwartete Nützlichkeit (z. B. die Vernachlässigug unserer alten Menschen, da diese scheinbar keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr für unseren Staat haben. Eine wunderschöne Untermalung in „Das Echo unserer Eltern“ durch einen Senioren-Chor) Auch die Liebe ist ein großes Thema auf „Machinette“. Von „Liebe ist ein Tauschgeschäft“, „Süße Gefangenschaft“ zu „Liebesrebellion“. Nach Hören der Songs könnte man leicht verwirrt sein, aber genau das ist es, was an der Platte so viel Spaß macht. Man fühlt sich nicht nur musikalisch sehr gut unterhalten, nein. Während man das Tanzbein schwingt, verdaut man ihre Texte bis irgendwann nach einer langen Diskussion mit der Freundin der Aha-Effekt auftaucht. Man kommt zu dem Entschluss, dass Frau Hengst durchaus verstanden haben könnte, wie der Hase läuft und anschließend ist man in den Mufuti unter unseren deutschsprachigen Sängerinnen unsterblich verliebt. (www.lahengst.de)

Zudem sei gesagt, dass sie live der Oberkracher ist und wir ganz schön doof aus der Wäsche geguckt haben, als wir sahen, was sie dort alles auf der Bühne allein bewerkstelligt. Hut ab und wir sehen uns im Juni in Hamburg!

DEPP DER WOCHE

Schämt sich Mark Medlock eigentlich gar nicht? Das dritte Mal Nummer 1 in den Charts und wieder klingt der Song wie alle anderen zuvor? Merkt der gar nicht, was für langweilige, eintönige, nervraubende und schlechte Mucke der sich von dem Vollpfosten Dieter Bohlen schreiben lässt? Und wann checkt er endlich, dass er uns mit seinem „Du Drecksäck“, „Ich liebe Euch alle“ und „Leck mich am Arsch“ auf’n Zeiger geht? Man könnte fast glauben, es bestünde eine Abhängigkeit, vielleicht sogar eine sexuelle, zwischen ihm und dem Bohlen. Peiiiiiinliiiiiich! Deutschland sollte am Rande auch noch erwähnt werden, schließlich kaufen die Bürger diesen Bockmist.

DAS GRAUEN DER WOCHE

Schlechtester Fußballsong aller Zeiten. Herr Zwanziger, haben Sie das genehmigt? Wundern würde es uns nicht. Nun ja. Wir tanzen nächsten Monat weiterhin zu „Football’s coming home“ und „Fußball ist immer noch wichtig“. Fazit: Für – ohne Ohrenbluten - durch die EM !!!

 

 

 

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